KFZ-Versicherung

Das Wichtigste zur Kfz-Versicherung

30.11 ist Stichtag

Bis zum 30.11 muss die KFZ-Versicherung gewechselt oder gekündigt sein. Bei einem KFZ-Versicherungswechsel können bis zu 850 Euro gespart werden. Diese Ersparnis ist sogar Steuerfrei, denn Geld, welches nicht ausgegeben wird muss auch nicht versteuert werden.

So sollten Sie vorgehen:

Als erstes nutzen Sie einen kostenloser Versicherungsvergleich Führen Sie einen Versicherungsvergleich durch. Sie werden Schritt für Schritt durch das Menü geführt.

Tipp: Halten Sie Ihren KFZ-Schein parat.

 


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Was Sie über die KFZ Versicherung wissen sollten:

Rund 43 Millionen Pkw (Stand Ende 2012) sind in Deutschland beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) registriert. Für jedes Auto muss eine KFZ-Versicherung bestehen. Ansonsten darf das Fahrzeug nur auf abgesperrtem privatem Gelände gefahren werden, nicht jedoch im öffentlichen Straßenverkehr. Daher ist die Autoversicherung hierzulande eine der am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen.


Gesetzliche Rahmenbedingungen
In Deutschland werden drei Arten von Kraftfahrzeug-Versicherungen angeboten.
• Kfz-Haftpflicht
• Kfz-Teilkasko
• Kfz-Vollkasko

Die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung ist eine vom deutschen Gesetzgeber vorgeschriebene Pflichtversicherung. Deshalb betrifft sie jeden Halter eines Fahrzeugs. Eingeführt wurde die KFZ-Haftpflichtversicherung zum 5. April 1965. Da die Versicherung eines Autos Pflicht ist, müssen die in Deutschland tätigen Kfz-Haftpflichtversicherungen jedem Antragsteller auch ein Versicherungsangebot unterbreiten.
Ein Fahrzeug-Haftpflichtschutz existiert in jedem Land der EU in ähnlicher Form – allerdings unterscheiden sich die vorgeschriebenen Deckungssummen teils erheblich.

Auto-Haftpflicht schützt andere Verkehrsteilnehmer
Er dient dem Schutz anderer Personen, die durch das Fahrzeug im Straßenverkehr zu Schaden kommen. Auch wenn der Autobesitzer die Versicherung abschließen muss, ist immer das Fahrzeug versichert. Die Fahrzeughaftpflicht schützt zudem den Fahrer beziehungsweise Halter im Falle eines Schadens vor hohen Schadenersatzforderungen.
Das bedeutet, dass nicht nur der Halter, sondern auch andere Personen mit einem gültigen Auto-Führerschein, die im Versicherungsvertrag aufgeführt sind, den versicherten Wagen fahren dürfen. Kommt es dabei zu einem Schaden, haftet sowohl der Fahrer als auch der Halter des versicherten Autos beziehungsweise dessen Kfz-Haftpflicht für Schadensersatzforderungen dritter Personen. In Deutschland leistet eine Fahrzeug-Haftpflichtversicherung bei
• Personenschäden (darunter fallen bei einem Verkehrsunfall verletzte, dauerhaft eingeschränkte oder verstorbene Verkehrsteilnehmer)
• Sachschäden (beispielsweise an anderen Fahrzeugen, Leitplanken, Verkehrsschildern oder Ampeln)
• Vermögensschäden (Dieser Fall tritt etwa ein, wenn eine Person durch den vom Versicherten verursachten Unfall einen wichtigen Termin nicht wahrnehmen kann und ihr dadurch ein lukrativer Auftrag entgeht. Die daraus resultierenden finanziellen Einbußen kann der Geschädigte gegenüber der Autohaftpflichtversicherung geltend machen)
Die Versicherungsgesellschaft hat die Regulierungshoheit im Versicherungsfall. Das heißt, die Versicherung
• prüft die Schadensersatzansprüche Dritter
• begleicht die berechtigten Ansprüche
• lehnt unberechtigte Ansprüche ab
Der Kfz-Versicherer kann einen Schaden sogar ohne Einverständnis des Versicherten regeln. Der Versicherungsnehmer darf von sich aus keine Schadensersatzansprüche anerkennen. Tut er es doch, darf die Kfz-Haftpflichtversicherung von der Haftung zurücktreten – muss den Schaden also nicht bezahlen.

Zusätzlich zur Fahrzeug-Haftpflichtschutz kann ein Autobesitzer weitere optionale Fahrzeugversicherungen abschließen. Dazu gehören
• Kfz-Teilkaskoversicherung
• Kfz-Vollkaskoversicherung
Gesetzliche Deckungssummen im Schadensfall
Jeder in Deutschland tätige Kfz-Haftpflichtversicherer ist gesetzlich dazu verpflichtet, Policen mit bestimmten Mindestdeckungssummen anzubieten. Die gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungssummen betragen
• 7,5 Millionen Euro für Personenschäden
• 1,12 Millionen Euro für Sachschäden
• 50.000 Euro für Vermögensschäden

Mit diesen Haftungssummen soll sichergestellt werden, dass ein Großteil der durch das Fahrzeug entstandenen Schäden nach einem Verkehrsunfall auch tatsächlich beglichen werden kann. Ohne eine Haftpflichtversicherung für das Auto müsste der Halter nach einem Unfall alle Ansprüche gegen ihn aus der eigenen Tasche begleichen.
Da sich Verkehrsunfallschäden schnell zu sehr hohen Schadenssummen addieren können, würde ein Unfall für viele Autofahrer den finanziellen Ruin bedeuten und die Geschädigten würden auf ihren Kosten und Forderungen sitzen bleiben. Damit dies nicht geschieht, hat der deutsche Gesetzgeber die Kfz-Haftpflicht zur Voraussetzung für die Anmeldung eines Fahrzeugs gemacht.

Verkehrsunfälle können im ungünstigsten Fall jedoch die gesetzlichen Deckungssummen übersteigen. So belief sich im Jahr 2004 der Schaden eines Verkehrsunfalls zwischen einem Pkw und einem Tanklaster auf insgesamt 32 Millionen Euro. Die meisten Kfz-Versicherer bieten ihren Kunden daher mittlerweile – entweder kostenlos oder gegen einen geringen Mehrbetrag – höhere Deckungssummen an. Üblich sind Pauschalbeträge von 50 oder 100 Millionen Euro. Jeder einzelne Personenschaden ist dabei mit bis zu acht Millionen Euro abgesichert.

Kaskoversicherungen ergänzen den Haftpflichtschutz
In der Kaskoversicherung gibt es dagegen keine gesetzlichen Vorgaben zur Höhe der Haftung im Schadensfall. Da eine Kfz-Kaskoversicherung Schäden am Auto des Versicherungsnehmers abdeckt, richten sich die Versicherungssummen immer nach dem Wert des Wagens beziehungsweise dem tatsächlichen (durch eine Rechnung belegten) oder durch Kostenvoranschlag oder Gutachten geschätzten Reparaturaufwand.
Bei Zubehörteilen (etwa Reifen und Felgen, Musikanlage, Navigationsgeräte), die fest am oder im Auto verbaut sind, legen die Kaskoversicherungen oft auch Höchstsummen fest, bis zu denen sie im Versicherungsfall haften.

Während eine Fahrzeug-Haftpflicht aus Gründen des Opferschutzes in jedem Fall haften muss (in bestimmten Fällen kann die Versicherung Fahrer oder Halter lediglich bis zu 5.000 Euro in Regress nehmen; etwa wenn der Fahrer bei einem Unfall unter Drogen stand), existieren beim Kaskoschutz einige Ausnahmen, bei denen die Teilkasko oder Vollkaskoversicherung von der Haftung befreit sein kann:
• Bei Alkohol, Drogen oder Medikamentenmissbrauch
• grober Fahrlässigkeit
• Vorsatz
Wird ein Auto ohne gültigen Versicherungsschutz gefahren und der Fahrer kann die Opfer eines verschuldeten Schadens nicht entschädigen oder ist der Verursacher wegen Fahrerflucht nicht zu ermitteln, werden Geschädigte trotzdem über die Verkehrsopferhilfe (VOH) umfassend entschädigt. Der Verein ist eine Einrichtung der deutschen Kfz-Haftpflichtversicherer und wurde im Jahr 1955 als Fahrerfluchtfonds gegründet.

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Sowohl die Kfz-Haftpflicht als auch die optionale Teil- und Vollkaskoversicherung können Versicherte nach einem Jahr Laufzeit ganz regulär kündigen und zu einer anderen Kfz-Versicherungsgesellschaft wechseln. Die meisten Verträge enden am 31. Dezember eines Jahres. Kündigung und Wechsel der Autoversicherung müssen unter Einhaltung der Kündigungsfrist von einem Monat zum Vertragswende vollzogen sein. Deshalb gilt für die allermeisten Autobesitzer der Stichtag 30. November als letzter Tag, an dem die derzeitige Autoversicherung die Kündigung der Police erhalten haben muss. In einigen Fällen kann der Versicherungsvertrag auch noch danach durch eine Sonderkündigung beendet werden.

2. Unterschiede bei der Kfz-Haftpflicht, Teil- und Vollkasko
Innerhalb der Autoversicherung wird zwischen der Kfz-Haftpflicht sowie der Teilkaskoversicherung und der Vollkaskoversicherung unterschieden. Während ein Auto zwingend haftpflichtversichert sein muss, sind die Teil- und Vollkasko freiwillige Zusatzversicherungen für das Fahrzeug.

Haftpflicht
Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die anderen Personen durch das versicherte Fahrzeug entstanden sind. Das Auto und nicht der Halter versichert wird, zählt die Fahrzeug-Haftpflicht zu den Sachversicherungen.
Schließt ein Autobesitzer einen Fahrzeug-Haftpflichtschutz ab, übernimmt die Versicherung im Schadensfall anstelle des Halters die Haftung und bezahlt die damit verbundenen Schadensersatzansprüche der Geschädigten. Gesetzlich vorgeschrieben sind Haftungssummen von
• 7,5 Millionen Euro für Personenschäden
• 1,12 Millionen Euro für Sachschäden
• 50.000 Euro für Vermögensschäden

Auch immaterielle Schäden wie Schmerzensgeld bezahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung.
Da die Fahrzeug-Haftpflicht eine Pflichtversicherung ist, muss jeder Autobesitzer eine solche Versicherungspolice abschließen. Allerdings kann er die Versicherungsgesellschaft frei wählen. Bestehende Verträge können jährlich gekündigt werden. Stichtag für die Kündigung der Autoversicherung ist für die meisten versicherten Autobesitzer der 30. November. Somit können Autofahrer ihre Versicherungsbedingungen jedes Jahr überprüfen und bei Bedarf zu einem besseren Anbieter mit günstigeren Prämien wechseln. Weil jede Kfz-Versicherung die Beitragshöhe frei bestimmen kann, lohnt sich ein Kfz-Versicherungsrechner.
Denn nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Leistung unterscheiden sich die Assekuranzen voneinander. So bieten viele Gesellschaften beispielsweise höhere Deckungssummen bis zu 100 Millionen Euro ohne Aufpreis an, während andere Anbieter sich den erweiterten Versicherungsschutz extra bezahlen lassen.
Außerdem können weitere optionale Versicherungsbausteine wie ein Kfz-Schutzbrief (d.h. unentgeltliche Hilfe bei Unfall oder Panne im Ausland), eine Mallorca-Police (d.h. Aufstockung des Haftungsschutzes für Mietwagen im Ausland) oder eine Auslandsunfallversicherung (d.h. gleicher Versicherungsumfang bei Auslandsfahrten mit dem eigenen Pkw wie in Deutschland) bereits automatisch im Versicherungsumfang enthalten sein – oder separat hinzugebucht werden.

Zahlreiche Faktoren bestimmen den Beitrag
Der Beitrag wird von der Kfz-Versicherungsgesellschaft anhand zahlreicher so genannter harter und weicher Faktoren errechnet.
Zu den harten Faktoren gehören
• die Typklasse des Autos
• die Regionalklasse vom Fahrzeug beziehungsweise Halter

Die dafür benötigten statistischen Daten, die sich aus der Unfallhäufigkeit eines bestimmten Automodells (bei der Typklasse) und der regionalen Schadenshäufung am Wohnort des Halters (bei der Regionalklasse) ergeben, werden einmal jährlich zum 1. Oktober erhoben und vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veröffentlicht.
Seit der Deregulierung des deutschen Versicherungsmarkts im Jahr 1994 können die Versicherer darüber hinaus auch weiche Faktoren in die Beitragsberechnung mit einbeziehen.
Zu den weichen Faktoren zählen
• Alter des Versicherten und der Fahrer
• nächtlicher Abstellort des Autos
• Vorhandensein von selbstgenutztem Wohneigentum
• Beruf des Halters
• jährliche Fahrleistung
• Größe des Fahrerkreises sowie Alter der Fahrer
• im Haushalt lebende minderjährige Kinder
• Punkte im Verkehrszentralregister
• Nutzung weiterer Fahrzeuge
• Besitz einer Jahreskarte für den ÖPNV oder überregionalen Bahnverkehr
• Mitgliedschaft in einem Automobilclub

Einen großen Einfluss auf die Höhe des Beitrags hat die Schadenfreiheitsklasse des Versicherungsnehmers. Dieses Bonus- beziehungsweise Malus-System verwenden die Kfz-Versicherer sowohl in der Kfz-Haftpflicht als auch bei der Vollkaskoversicherung.
Die Schadensfreiheitsklasse wird durch die Anzahl der Jahre bestimmt, die der Versicherte ohne einen Schaden versichert ist. Mit den Jahren steigt der gewährte Schadenfreiheitsrabatt. Derzeit kann die Versicherungsprämie dadurch um bis zu 75 Prozent reduziert werden.
Nach einem Versicherungsschaden stuft die Kfz-Versicherung den Kunden in eine niedrigere und somit schlechtere Schadenfreiheitsklasse zurück – der Beitrag steigt.

Teilkasko
Eine Teilkaskoversicherung ist ein freiwilliger Zusatzschutz und umfasst Schäden am versicherten Auto.
Zum Umfang einer Teilkaskoversicherung zählt üblicherweise der Versicherungsschutz bei Schäden durch
• Hagel
• Blitzschlag
• Überschwemmung
• Explosion
• Feuer/Brandstiftung
• Kurzschluss
• Wildunfälle
• Glasbruch (beispielsweise wegen Steinschlag)
• Diebstahl
• Raub

Bei Unwetterschäden greift die Teilkaskopolice nur, wenn das Auto unmittelbar durch die Naturgewalten in Mitleidenschaft gezogen wird, zum Beispiel, wenn Äste durch einen Sturm auf den Wagen geweht werden und die Karosserie beschädigen.
Kommt es dagegen indirekt zu einem Kaskoschaden, zahlt die Versicherung nicht. Ein so genannter mittelbarer Fahrzeugschaden liegt etwa vor, wenn der Fahrer während eines Sturms einem auf die Straße gestürzten Baum ausweichen möchte, dabei in den Straßengraben fährt und das Auto beschädigt.
Teilkaskoschutz kann erweitert werden
Weitere Gefahrenquellen sind darüber hinaus in leistungsstarken Tarifen entweder bereits inkludiert oder können gegen einen Aufpreis zusätzlich in den Versicherungsumfang integriert werden. So können Autobesitzer ihr Fahrzeug auch gegen die Folgen von
• weitere Elementarschäden wie Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben
• Marderbissen und deren Folgeschäden
• Tierunfälle aller Art
absichern.

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Wird eine Selbstbeteiligung im Schadensfall vertraglich vereinbart, verringert dies den Beitrag für die Teilkaskoversicherung. Allerdings muss der Versicherungskunde einen Schaden an seinem Wagen dann auch teilweise selbst bezahlen. Die Teilkaskoversicherung übernimmt nur den Differenzbetrag zwischen der tatsächlichen Schadenssumme und dem Selbstbehalt.
Erklärt sich der Versicherungsnehmer damit einverstanden, einen Teilkaskoschaden nur in einer Vertragswerkstatt der Versicherung beheben zu lassen, gewährt die Kfz-Versicherung ebenfalls einen Rabatt aufgrund der so genannten Werkstattbindung.
Vollkasko
Der optionale Vollkaskoschutz umfasst neben den Leistungen der Teilkaskoversicherung auch Gefahren, die durch menschliches Zutun am versicherten Fahrzeug entstehen können. Dazu gehören
• vom Versicherungsnehmer verursachte Schäden am Auto
• Schäden, die durch die Fahrerflucht unbekannter Personen verursacht wurden
• Vandalismusschäden
Aufgrund des umfassenden Versicherungsschutzes ist die Prämie für eine Vollkaskoversicherung höher als bei einer Kfz-Haftpflicht oder einer Teilkasko. Durch den möglichen Schadenfreiheitsrabatt kann eine Vollkaskoversicherung den Kunden am Ende jedoch günstiger kommen als eine reine Teilkaskopolice, die ohne Schadensfreiheitsrabatte kalkuliert wird.
Auch bei der Fahrzeug-Teilkaskoversicherung kann der versicherte Autofahrer eine Selbstbeteiligung im Schadensfall wählen. Der Betrag kann dabei für Teil- und Vollkaskoschutz jeweils unabhängig voneinander bestimmt werden.

3. Zusätzliche Bausteine zur Kfz-Versicherung
Autoversicherungen bieten ihren Kunden rund um die Fahrzeugversicherung ergänzende Zusatzoptionen und flankierende Versicherungen an. Einige dieser Leistungen dienen der weiteren Absicherung im Ausland, andere sind nicht geografisch begrenzt.
Allerdings ist nicht jeder zusätzliche Schutz für jeden Versicherten gleichermaßen sinnvoll. Es ist daher ratsam, sich im Vorfeld zu überlegen, ob einer der folgenden Versicherungszusätze mit abgeschlossen werden soll.

Insassen-Unfallversicherung
Die Insassenunfallversicherung ist eine spezielle Form der privaten Unfallversicherung. Sie beschränkt sich auf Fahrer und Mitfahrer in einem Fahrzeug. Nach einem Unfall zahlt die Assekuranz den betroffenen Insassen anteilig die in der Police vereinbarte Versicherungssumme aus.
Allerdings überschneiden sich die Leistungen der Insassen-Unfallversicherung mit anderen Versicherungsprodukten. Bei einem unverschuldeten Unfall des Fahrers kommt die gegnerische Kfz-Haftpflicht für die Schäden der Insassen auf. Außerdem übernimmt die jeweilige Krankenversicherung anfallende Behandlungskosten. Arbeitgeber und später die zuständige Berufsgenossenschaft kompensieren einen möglichen Verdienstausfall infolge eines Verkehrsunfalls.
Daher stuft beispielsweise die Stiftung Warentest Insassenunfallversicherungen als überflüssig ein. Lediglich in wenigen Ausnahmefällen kommen Unfallversicherungen für Fahrzeuginsassen noch zum Tragen:
• bei einem Unfall im Rahmen eines unabwendbaren Ereignisses (etwa ein Tierunfall)
• wenn der schuldhafte Unfallverursacher keinen Haftpflichtversicherungsschutz besitzt und auch sonst seiner Haftungsverpflichtung mangels der nötigen finanziellen Mittel nicht nachkommen kann
GAP-Deckung für Leasingfahrzeuge
Eine GAP-Deckung im Versicherungsvertrag zu vereinbaren ist nur bei Leasingfahrzeugen sinnvoll. Meist wird dies vom Leasinggeber auch als Voraussetzung verlangt.
Die GAP-Deckung (vom englischen Wort „gap“ für „Lücke“) greift, wenn das geleaste Auto gestohlen oder zum Totalschaden wird. Ohne GAP-Deckung zahlt die Kaskoversicherung nur den Wiederbeschaffungswert. Dieser ist in aller Regel jedoch niedriger als die noch offenen Leasingraten. Den Differenzbetrag müsste der Versicherungskunde ohne diese Klausel selbst tragen.
Kfz-Schutzbrief
Ein Kfz-Schutzbrief umfasst umfangreiche Hilfsmaßnahmen bei einer Panne oder einem Unfall und ist vorwiegend für Auslandsfahrten gedacht. Für Deutschland sehen die Vertragsbedingungen der meisten Schutzbriefe lediglich eine Basisabsicherung vor. Daher ist für Deutschland eine erweiterte Abdeckung sinnvoll. Die Leistungen betreffen sowohl das versicherte Fahrzeug als auch die Insassen.

Meist greift der Schutzbrief erst ab einer gewissen Entfernung vom Wohnort des Halters. Auch wenn die Leistungen des Kfz-Schutzbriefs von Versicherung zu Versicherung im Detail stark variieren können, umfasst er in der Regel die folgenden Aspekte:
• Pannenhilfe vor Ort
• Bergen und Abschleppen des Wagens in die nächstgelegene Werkstatt
• Rücktransport des Autos an den Heimatort des Halters
• Weitertransport der Insassen zum Zielort, zur Werkstatt oder zurück an den Wohnort
• kostenloser Ersatzfahrer, wenn der Fahrer wegen Krankheit oder infolge eines Unfalls ausfällt
• eventuelle Standkosten des Autos bis oder während der Reparatur
• notwendige Übernachtungskosten der Insassen
• die Versicherungsgesellschaft organisiert Ersatzteile und deren Versand
Versicherte, die Mitglied in einem Automobilclub sind, haben dadurch die meisten Leistungen eines Kfz-Schutzbriefs bereits erworben.
Mallorca-Police für Mietwagen
Die Mallorca-Police ist ein zusätzlicher Versicherungsschutz für Mietwagen im Ausland. Grundsätzlich gelten die Mietbedingungen des Verleihers vor Ort. Das kann zur Folge haben, dass die dort üblichen Deckungssummen bei einem Unfallschaden recht niedrig sind und die tatsächlichen Forderungen nicht abdecken. Den Differenzbetrag müsste der Mietwagenfahrer selbst bezahlen.
Ist dagegen eine Mallorca-Klausel vereinbart, schließt die Kfz-Versicherung des Versicherungsnehmers diese Lücke und haftet bis zu den in Deutschland üblichen Deckungsgrenzen.
Da Deutsche gerne Urlaub auf der spanischen Ferieninsel Mallorca machen und hier entsprechend häufig Mietwagen ausleihen, hat sich für besagte Klausel der Begriff Mallorca-Police eingebürgert. Auch die Versicherer verwenden den Ausdruck mittlerweile in ihren Verträgen.
In den vergangenen Jahren haben sich die vorgeschriebenen Versicherungssummen im Schadensfall innerhalb der EU dem deutschen Standard angepasst. Teilweise liegen die Mindestsummen sogar darüber. Der zusätzliche Abschluss einer Mallorca-Police ist daher nur noch bedingt empfehlenswert.
Verkehrsrechtsschutzversicherung
Nicht immer ist die Rechtslage im Straßenverkehr auch für Laien sofort ersichtlich. Schnell kommt es unter Autofahrern bei einem Parkrempler oder Auffahrunfall zu Meinungsverschiedenheiten, wer Schuld hat. Oft können erst Gerichte die Schuldfrage abschließend beantworten/klären.
Eine Verkehrsrechtsschutzversicherung übernimmt bei Aussicht auf Erfolg alle wesentlichen Kosten eines Rechtsstreits und bietet rund um den Straßenverkehr Hilfe bei allen juristischen Fragen. Durch einen Vergleich von Verkehrsrechtsschutzversicherungen lassen sich einfach, kostenlos und schnell passende Angebote finden.

4. Auf diese Tarifmerkmale kommt es bei der Kfz-Versicherung an
Der Preis einer Kfz-Versicherung spielt für den Kunden eine große Rolle. Doch auch die gebotene Leistung muss stimmen. Die folgenden Leistungsmerkmale sollten Sie sich vor dem Vertragsabschluss näher ansehen.

Deckungssumme
Die gesetzlichen Haftungssummen bei der Autoversicherung sind der Mindeststandard. Die meisten Versicherer bieten mittlerweile jedoch Deckungssummen bis 100 Millionen Euro an. Auch günstige Direktversicherer offerieren diese hohe Pauschalabdeckung oft bereits im normalen Versicherungsumfang ohne Aufpreis.
Entscheiden Sie sich im Zweifel daher besser für einen Anbieter, der Ihnen im Versicherungsfall möglichst hohe Deckungssummen garantiert. Genügen Ihnen die gebotenen Deckungssummen Ihrer derzeitigen Gesellschaft nicht, können Sie die laufende Police problemlos fristgerecht kündigen und zu einer Autoversicherung wechseln, die Tarife mit höheren finanziellen Abdeckungen anbietet.

Werkstattbindung
Nach einem Schaden am eigenen Auto wünschen sich die meisten Halter eine fachgerechte Instandsetzung. Wenn Sie die Werkstattwahl der Versicherung überlassen und sich dazu vertraglich auf eine Werkstattbindung einlassen, gewährt Ihnen die Assekuranz einen Beitragsrabatt.
Schon aus Eigeninteresse arbeiten die Versicherungskonzerne nur mit geprüften Kfz-Werkstätten zusammen, die Reparaturen fachgerecht und mit Ersatzteilen vom Autohersteller durchführen. Der Vorteil für die Kaskoversicherung: Als großer Auftraggeber kann die Assekuranz mit der Werkstatt besonders gute Konditionen aushandeln. Einen Teil der Ersparnis gibt sie in Form des Prämienrabatts an den Versicherungskunden weiter.

Eigenanteil im Schadensfall
Versicherte mit einer Teil- oder Vollkaskoversicherung können für den Schadensfall eine sogenannte Selbstbeteiligung vereinbaren. Durch die Verpflichtung, einen Schaden am versicherten Fahrzeug zu einem gewissen Teil selbst zu tragen, sinkt das Versicherungsrisiko der Kaskoversicherung – und der jährliche Beitrag wird günstiger.
Selbstbehalte sind sowohl in der Teilkasko- als auch in der Vollkaskoversicherung üblich, aber nicht zwingend. Die Spanne reicht in der Regel von 0 bis 1.500 Euro pro Schadensfall. Bei besonders seltenen oder teuren Autos kann die Selbstbeteiligung auch höher ausfallen.

Marderbiss
Schäden durch Marderbisse gehören nicht bei jedem Tarif zum Standard-Leistungsumfang einer Teilkaskoversicherung. Die kleinen Raubtiere richten jedoch jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe an, hunderttausende Autos und deren Halter sind betroffen.
Marder sind sowohl in ländlichen Gebieten als auch in urbanen Zentren anzutreffen. Daher bietet sich eine Absicherung gegen Marderbisse und deren Folgeschäden an der Antriebseinheit für jeden Kaskoversicherten an.
In leistungsstarken Tarifen der Kfz-Teilkaskoversicherer sind Marderschäden bereits inbegriffen. Ansonsten kann eine entsprechende Vereinbarung gegen Aufpreis in aller Regel in die Versicherungsbedingungen aufgenommen werden. Der Großteil der Gesellschaften begrenzt jedoch die maximale Haftungshöhe bei Marderschäden.
Tierunfall
Tierunfälle treten im ländlichen Raum besonders in der Abenddämmerung und zur Brunftzeit von Rot- und Schwarzwild auf. Durch Zusammenstöße mit ausgewachsenen Wildschweinen oder Hirschen kann das Auto erheblich beschädigt werden.
Die Folgen von Wildunfällen sind durch die Teilkaskoversicherung gedeckt. Möchten Sie sich beziehungsweise Ihren Pkw grundsätzlich gegen Tierunfallschäden absichern, bedarf es entweder eines leistungsstarken Premiumtarifs, der Unfälle mit Tieren jeder Art beinhaltet – oder Sie schließen eine entsprechende Zusatzvereinbarung ab, die die meisten Versicherungen gegen einen geringen Aufpreis ermöglichen.

Neuwertentschädigung
Neufahrzeuge verlieren gerade in den ersten Monaten nach der Erstzulassung besonders viel an Wert. Tritt dann ein Totalschaden ein, fällt auch der errechnete Betrag für die Wiederbeschaffung eines vergleichbaren Autos entsprechend gering aus. Bei der Wahl eines geeigneten Kaskotarifs sollten Sie deshalb besonders auf eine lange Neuwertentschädigung achten.
Die Neuwertentschädigung garantiert, dass der Versicherer dem Kunden bei einem Totalverlust des versicherten Fahrzeugs den Betrag ersetzt, den dieser für den Neuwagen beim Händler bezahlt hat. Leistungsstarke Tarife gewähren eine Neuwertentschädigung bis zu 24 Monate nach Erstzulassung.
Vorsicht bei Jahreswagen oder Vorführwagen mit Tageszulassung. Bei diesen Fahrzeugen kann die Kaskoversicherung den Beginn der Neuwertentschädigung an der Erstzulassung durch den Händler festmachen. Dementsprechend verringert sich der Zeitrahmen Ihrer Neuwerterstattung, nachdem Sie selbst den Wagen auf Ihren Namen zugelassen haben.

Sonderzubehör
Autozubehör ist nur über eine Kfz-Kaskoversicherung versicherbar und dient der finanziellen Absicherung gegen die finanziellen Folgen eines Teilediebstahls. Denn spezialisierte Diebesbanden brauchen nur wenige Augenblicke, um ein Auto aufzubrechen und beispielsweise Airbags oder fest installierte Navigationsgeräte auszubauen.
Vollen Versicherungsschutz gewähren die Kaskoversicherer bei entwendeten, fest mit dem Wagen verbundenen Teilen. Das sind etwa Sitze oder eine Alarmanlage. Bei fest installierten Geräten wie Navi oder CD-Wechsler beschränken viele Assekuranzen den Ersatz bis zu einem bestimmten Neuwert ein.
Oft liegen diese Höchstgrenzen bei 1.000 bis 2.500 Euro. Das kann bei teuren Ein- und Umbauten zu wenig sein. Es ist daher ratsam, den Gesamtpreis des Zubehörs zu überschlagen und dementsprechend zu versichern.
Bei lose im Auto liegenden Teilen wie transportablen Navis, Kameras und Laptops haftet die Kaskoversicherung nicht.
Der Versicherungsvertrag enthält eine Liste des regulär mitversicherten Zubehörs. Der Katalog kann von Gesellschaft zu Gesellschaft abweichen. Fehlen wichtige Teile, sollten Sie mit Ihrer Versicherung sprechen und diese – gegebenenfalls gegen einen Aufschlag – ebenfalls in den Vertrag aufnehmen lassen.

5. Kfz-Versicherung erfolgreich vergleichen
Obwohl sie ein Großteil der Bevölkerung braucht, ist die Kfz-Versicherung ein recht komplexes Produkt. Mit der Suche nach einer passenden Versicherung für Ihr Auto können Sie viel Zeit zubringen – Zeit, die Sie anders nutzen können.
Der Kfz-Versicherungsvergleich von CHECK24 erleichtert Ihnen die Suche nach dem besten Tarif für Ihren Wagen und Ihre Bedürfnisse und Wünsche. Sie profitieren durch unseren kostenlosen Service in vielerlei Hinsicht:
• bis zu 850 Euro Prämienersparnis im Jahr
• Zugriff auf über 200 Kfz-Versicherungstarife
• sichere Datenübermittlung
• unverbindliche Vergleichsangebote
• einfache Bedienung des Kfz-Vergleichsrechners
• Online-Abschluss
• eVB-Sofortservice für die Autozulassung

Die hervorragende Qualität des CHECK24-Angebots im Bereich der Kfz-Versicherungen ist zudem in zahlreichen unabhängigen Tests bestätigt worden.
Auto, Halter und Fahrer bestimmen
Im ersten Schritt geben Sie das zu versichernde Auto an. Das exakte Modell ist wichtig für eine erfolgreiche Tarifsuche und die korrekte Beitragsberechnung. Sie können das Fahrzeug auf zwei Wegen im System finden:
• durch Eingabe der im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) eingetragenen Hersteller- und Typschlüsselnummer (die sogenannte HSN und TSN))
• über die Auswahl von Marke, Modell, Kraftstoffart, Fahrzeugtyp, Türanzahl und Motorisierung
In diesem Zuge wählen Sie auch den gewünschten Versicherungsbeginn aus, geben die Nutzung (privat oder geschäftlich) sowie die Jahreskilometerleistung an.
Der Versicherungsrechner benötigt zudem Angaben zu Halter und Fahrern des Wagens. Wichtig sind etwa Alter, Datum des Führerscheinerwerbs, Familienstand und der Wohnort.
Rabatte nutzen
Auf einige Merkmale geben die Kfz-Versicherer Prozente auf den zu zahlenden Beitrag. Rabatt gibt es unter anderen, wenn:
• im Haushalt Kinder unter 17 Jahren leben
• Sie selbstgenutztes Wohneigentum besitzen
• Sie Mitglied in einem Automobilclub sind
• Sie eine BahnCard oder eine ÖPNV-Jahreskarte besitzen
Auch Ihre Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) tragen Sie in diesem Schritt ein. Je höher diese ist, desto üppigere Rabatte erhalten Sie von der Versicherung als Belohnung für langjähriges schadenfreies Autofahren.
Versicherungsschutz bestimmen
Wurden die Daten von Fahrzeug, Halter und Fahrern ermittelt, legen Sie den gewünschten Versicherungsumfang fest. Sie haben die Wahl, zusätzlich zur Kfz-Haftpflicht noch Angebote für die
• Teilkasko oder
• Vollkasko
zu vergleichen. Weitere Vertragsbestandteile sind
• die Zahlweise
• die Frage der Werkstattbindung
Ergebnis anzeigen – vergleichen – abschließen
Der ganze Vorgang hat nur wenige Minuten in Anspruch genommen. Nun gleicht der Versicherungsrechner Ihre Angaben mit über 200 Tarifen auf Kompatibilität ab und zeigt Ihnen alle infrage kommenden Angebote in einer übersichtlichen Liste an. Sie können nun
• auf einen Blick alle Eckdaten (Anbieter, Tarif, Beitrag) überblicken
• einzelne Angebote miteinander im Detail vergleichen
• Zusatzleistungen wie den Kfz-Schutzbrief hinzufügen
• Eingabedaten wie die Höhe der Selbstbeteiligung im Schadensfall (nur bei gewünschtem Kaskoschutz) verändern und die Ergebnisliste aktualisieren lassen
• Leistungserweiterungen wie den Einschluss der groben Fahrlässigkeit (bei Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung) auswählen
Nach jeder Veränderung der Einstellungen Ihrerseits berechnet der Kfz-Versicherungsvergleich die Angebote neu. Ist der richtige Tarif zu einem günstigen Preis gefunden, können Sie die Autoversicherung online abschließen. Sie genießen dann umgehend den ausgewählten Versicherungsschutz und können durch die Zusendung der elektronischen Versicherungsbestätigungsnummer das Auto auch gleich zulassen.

Der Versicherungsvergleich bietet sich auch an, wenn Sie bereits eine Kfz-Versicherung besitzen, sich jedoch nach Alternativen umsehen möchten. Haben Sie über CHECK24 ein überzeugendes Angebot gefunden, genügt die fristgerechte Kündigung des laufenden Versicherungsvertrags– und der Wechsel der Autoversicherung ist mit einem klick nur noch reine Formsache.

6. Kfz-Versicherung kündigen
Eine Kfz-Versicherung schließen Sie jeweils für ein Jahr ab. Zum Ende der Vertragslaufzeit können Sie kündigen. Für eine Kündigung der Autoversicherung gibt es viele Gründe:
• Sie sind mit der Leistung unzufrieden
• Sie haben eine günstigere Kfz-Versicherung gefunden
• Sie haben Ihr Auto verkauft
Die reguläre Kündigung der Kfz-Versicherung
Zum Ende der einjährigen Laufzeit der Versicherungspolice können Kfz-Versicherte den bestehenden Vertrag kündigen und die Versicherung wechseln. In den meisten Fällen ist ein Versicherungsjahr mit dem Kalenderjahr identisch. Die Kfz-Versicherung läuft dann am 31.Dezember eines Jahres aus. Dabei muss eine Kündigungsfrist von einem Monat eingehalten werden – für die reguläre Kündigung zum Jahresende ist somit der Stichtag der 30. November. Mittlerweile werden auch Policen mit unterjährigem Abschluss- und Auslaufdatum angeboten.

Wird die Police nicht fristgerecht gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte die Fahrzeugversicherung schriftlich aufgekündigt werden – am besten per Einschreiben mit Rückschein, um einen Nachweis in Händen zu halten. Sie sollten das Schreiben mit Datum und Ihrer Unterschrift versehen. Einen Kündigungsgrund müssen Sie nicht angeben.
Wichtig: Die Kündigung der Kfz-Versicherung gilt erst ab dem Eingang bei der Versicherung als wirksam. Warten Sie deshalb mit dem Absenden des Kündigungsschreibens nicht „bis auf den letzten Drücker“. Mit der Musterkündigung von CHECK24 ist die Kündigung schnell erledigt.
Die Sonderkündigung der Autoversicherung
Unter bestimmten Umständen besteht auch außerhalb der regulären Kündigungsfristen die Möglichkeit, den Vertrag mit der Kfz-Versicherung zu kündigen.
Einen Anspruch auf Sonderkündigung haben Sie:
• innerhalb von vier Wochen nach einem regulierten Schaden
• binnen eines Monats nach der Ankündigung einer Beitragserhöhung (wenn die Erhöhung nicht aufgrund eines Schadens oder einer Änderung der Regionalklasse durch einen Umzug Ihrerseits erfolgt)
Bei einer Sonderkündigung muss im Kündigungsschreiben der genaue Grund für die Kündigung angegeben sein. Sonst kann die Versicherung die Vertragsauflösung ablehnen.

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Kfz-Versicherung nach einem Autokauf
Kaufen Sie ein Neufahrzeug, ist es noch nicht zugelassen und besitzt deshalb auch keinen Versicherungsschutz. Sie können deshalb die Kfz-Versicherung frei wählen.
Anders kann es bei einem Gebrauchtwagen sein. Hat der Vorbesitzer das Auto vor dem Verkauf nicht bereits abgemeldet und die Kfz-Versicherung gekündigt, besteht der Versicherungsschutz in vollem Umfang fort und geht auf Sie als neuen Halter über. Sie haben die Wahl, ob Sie die bestehende Versicherung für das Auto fortsetzen oder bei einer anderen Assekuranz eine neue Police abschließen.
Liegt der Zulassungsstelle die Versicherungsbestätigung der neuen Gesellschaft vor, informiert die Behörde im Normalfall die bisherige Versicherung über den Vorgang und Sie müssen sich nicht weiter darum kümmern. Wenn Sie jedoch auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie die Vorversicherung zusätzlich auch selbst über den Wechsel und damit über die Beendigung des Versicherungsverhältnisses informieren.
Kfz-Versicherung nach Verkauf, Abmeldung und Stilllegung des Autos
Die Übertragung der Versicherungsrechte und Pflichten auf den neuen Eigentümer gilt selbstverständlich auch, wenn Sie Ihr Auto verkaufen. Um sicherzugehen, dass der neue Besitzer das Fahrzeug auch auf seinen Namen zulässt und versichert, sollten Sie Ihre Autoversicherung kurz über den Verkauf informieren.
Denn laut den Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind Sie bis zur Ummeldung weiterhin der Versicherungsnehmer und haben alle damit verbundenen Pflichten, also beispielsweise die Zahlung der Prämie. Wird mit dem verkauften Fahrzeug in dieser Zeit ein Schaden verursacht oder sogar eine Straftat verübt, sollten Sie beispielsweise durch einen Verkaufsbeleg nachweisen können, dass Sie nicht mehr Eigentümer und Halter des Wagens sind und an wen Sie das Fahrzeug verkauft haben.
Wird ein Auto lediglich bei der Zulassungsstelle abgemeldet, erlischt die Kfz-Versicherung dadurch nicht automatisch. Sie geht stattdessen in eine Ruheversicherung mit eingeschränkter Haftung über. Beiträge fallen – in geringerer Form – weiterhin an. Wird der Pkw wieder für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen, ist der abgeschlossene Versicherungsschutz damit wieder vollumfänglich hergestellt.

7. Kfz-Versicherung wechseln
Für einen Wechsel zu einer anderen Kfz-Versicherung benötigen Autohalter ein passendes und verbindliches Tarifangebot eines anderen Anbieters. Die Kündigung des noch laufenden Vertrags gelingt nur unter Wahrung der gültigen Kündigungsfristen. Achten Sie darauf, dass das Ende des bisherigen Vertrags und der Beginn der neuen Kfz-Versicherung nahtlos ineinander übergehen.
Kfz-Versicherungen vergleichen
Die Suche nach einer passenden Kfz-Versicherung kann auf eigene Faust mühsam sein. Es gibt Filial- und Direktversicherer, bekannte Marken sowie auf den Kfz-Bereich spezialisierte Anbieter. Zur Wahl stehen hunderte Tarife und noch mehr Tarifoptionen.
CHECK24 bietet daher einen verbraucherfreundlichen Kfz-Versicherungsrechner. Mithilfe der von Ihnen eingegebenen Informationen zu Fahrzeug und Halter, den Fahrern sowie zum benötigten Versicherungsschutz erhalten Sie eine Auflistung der passenden – aus über 200 Tarifen gefilterten – Angebote. Der Vergleich dauert nur wenige Minuten und ist mit einem internetfähigen Handy oder Computer jederzeit und überall durchführbar.
Durch den schnellen und kostenlosen Vergleich von verschiedenen Tarifen für Autoversicherungen sparen Sie nicht nur viel Zeit, sondern
• bei einem Wechsel zu einem günstigeren Angebot auch bis zu 850 Euro Prämie pro Jahr
• können die einzelnen Angebote bequem von zu Hause aus oder unterwegs miteinander vergleichen
• können auf die Erfahrung und Kompetenz des vielfachen Testsiegers unter den Vergleichsportalen zählen
• können Ihren Wunschtarif sofort online abschließen
• können durch den eVB-Service Ihr Auto oft noch am gleichen Tag nach Versicherungsabschluss zulassen
• können sicher sein, dass Ihre sensiblen persönlichen Daten über verschlüsselte Leitungen übermittelt werden und vor dem Zugriff Unbefugter bestens geschützt sind
Neue Kfz-Versicherung abschließen
Überzeugt Sie eines der über CHECK24 ermittelten Kfz-Versicherungsangebote, können Sie den Wunschtarif sofort online abschließen. Der Vorteil: Sie erhalten umgehend einen Versicherungsschutz für Ihr Fahrzeug. Den Nachweis über die gültige Kfz-Versicherung bekommen Sie bequem per E-Mail oder SMS in Form der elektronischen Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) noch am gleichen Tag. Damit können Sie auch direkt den neu erworbenen Wagen zulassen. Der Online-Abschluss spart Zeit – und lästigen Papierkram.
Benötigen Sie jedoch noch etwas Bedenkzeit, schicken wir Ihnen die Angebote auch gerne per Post zu.
Bisherige Autoversicherung kündigen
Mit einem verbindlichen Versicherungsangebot kann die aktuelle Police gekündigt werden. Liegen keine Sonderkündigungsgründe (beispielsweise eine Beitragserhöhung oder ein regulierter Schadensfall) vor, beenden Sie das Vertragsverhältnis zur so genannten Hauptfälligkeit. Damit ist das Laufzeitende des Vertrags gemeint.
Das Datum entnehmen Sie Ihren Versicherungsunterlagen. Eine Kfz-Versicherung läuft im Normalfall ein Jahr. Mehrjährige Verträge sind ebenfalls möglich, sie dürfen jedoch auch nach einem Jahr gekündigt werden. In den meisten Fällen fällt das Ende des Versicherungsjahres mit dem Kalenderjahr zusammen.
Kündigungsfristen beachten
Die Kündigungsfrist beträgt immer vier Wochen. Bei einer Hauptfälligkeit zum Jahresende ist der Tag, an dem der Versicherung die Kündigung spätestens vorliegen muss, der Stichtag 30. November. Sie sollten die Frist jedoch nicht unnötig ausreizen und das Schreiben mit der Kündigung lieber einige Tage früher in den Briefkasten werfen. Lassen Sie den Kündigungszeitraum verstreichen, verlängert sich die Kfz-Versicherung stillschweigend um ein weiteres Jahr.
Durch ein Einschreiben mit Rückschein bestätigt Ihnen die Kfz-Versicherung den Erhalt der Kündigung – bei Komplikationen haben Sie somit einen entsprechenden Beweis in der Hand. Bei einer regulären Kündigung zum Vertragsende brauchen Sie der Versicherung keinen konkreten Kündigungsgrund zu nennen. Anders ist dies bei einer Sonderkündigung. Damit die Kfz-Versicherung die Kündigung akzeptiert, sollten Sie auf jeden Fall den speziellen Grund schriftlich angeben.

8. Informationen zur Kfz-Zulassung
Bevor ein Auto im Straßenverkehr gefahren werden kann, muss es zugelassen werden. Ohne gültige Straßenzulassung und den damit verbundenen Kfz-Versicherungsschutz drohen Fahrer und Halter empfindliche Strafen.

Zuständige Behörde für die Zulassung eines Autos
Zuständig für die Zulassung eines Kraftfahrzeugs sind in Deutschland auf Kreis- und Kommunalebene die Städte und Gemeinden. Zu welcher Verkehrsbehörde ein Pkw-Halter für die Zulassung gehen muss, hängt von seinem Wohnort ab. Anhand der Postleitzahl kann ermittelt werden, welche Zulassungsstelle zuständig ist.
In Städten sind die Zulassungsbehörden oft direkt den Bürgerbüros angegliedert. In Großstädten wie z.B. Berlin gibt es spezielle Zulassungsbehörden (hier die Kraftfahrzeugzulassungsstelle) Die Verkehrsbehörde kann jedoch auch woanders untergebracht sein. Im ländlichen Raum befindet sich die Zulassungsstelle oft im Landratsamt.
Benötigte Unterlagen für die Pkw-Zulassung
Welche Unterlagen für die Zulassung eines Autos notwendig sind, unterscheidet sich bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen.
Um ein neues Auto zuzulassen, müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:
• Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II)
• Bestätigung der Kfz-Versicherung (Doppelkarte oder elektronische Versicherungsbestätigungsnummer)
• gültiger Personalausweis der Reisepass (mit Meldebestätigung)
Für die Zulassung eines gebrauchten Pkw sind darüber hinaus notwendig:
• Fahrzeugschein (Zulassungsbestätigung Teil I); bei ausländischen Fahrzeugen zudem die COC-Papiere/Datenbestätigung/TÜV-Gutachten nach § 21 StVZO
• bei einem abgemeldeten Fahrzeug der Abmelde- beziehungsweise Stilllegenachweis
• Nachweis einer gültigen Haupt- und gegebenenfalls Abgasuntersuchung
Soll ein im Ausland gekaufter Wagen ohne Fahrzeugpapiere zugelassen werden, benötigen Sie außerdem:
• Unbedenklichkeitsbescheinigung des Kraftfahrt-Bundesamts
• Zollunbedenklichkeitsbescheinigung (bei Einfuhr von außerhalb der EU)
• Bei EU-Import Einfuhrumsatzsteuererklärung (bei Neuwagen)
• Ausländische Fahrzeugpapiere beziehungsweise der Kaufvertrag oder eine Importbescheinigung
Kosten der Fahrzeug-Zulassung
Die Kosten für die Zulassung eines Autos sind nicht bundeseinheitlich geregelt. Die hier genannten Werte beziehen sich auf Durchschnittswerte des Straßenverkehrsamt.
• Anmeldung Neufahrzeug: 26 €
• Anmeldung Gebrauchtwagen: 28 €
• Änderung Fahrzeugpapiere: 11 €
• Feinstaubplakette: 5 €
Die Reservierung eines Wunschkennzeichens (bei Verfügbarkeit) kostet einheitlich 10,20 €.
Dazu kommen noch die Kosten für die Kennzeichen. Diese werden nicht von der Zulassungsbehörde ausgegeben, sondern von spezialisierten Unternehmen beziehungsweise Schildermachern. Oft ist ein solcher Betrieb in der Nähe der Zulassungsstelle ansässig. Nummernschilder können jedoch auch über das Internet geordert werden. Die Kosten variieren stark und liegen grob zwischen sieben (meist kommen dann noch Versandkosten hinzu) und 30 Euro pro Paar.

9. Vorgehen im Schadensfall
Ein Versicherungsschaden ist immer ärgerlich. Damit Sie gerade in einer Unfallsituation den Überblick behalten, sollten Sie strukturiert vorgehen und einige Ratschläge befolgen. Dann kann der Schaden von der Autoversicherung zügig bearbeitet und abgeschlossen werden.
Nach einem Autounfall steht die Eigensicherung an erster Stelle. Kontrollieren Sie, ob Sie selbst verletzt sind. Sind Sie unverletzt, sichern Sie die Unfallstelle und leiten weitere Maßnahmen ein:
• Warnblinker am Auto einschalten
• Warnweste anziehen
• Warndreieck in gebührendem Abstand aufstellen (je nach Straße 50 bis 250 Meter von der Unfallstelle entfernt)
• Verletzte bergen, Erste Hilfe leisten
• Rettungsdienst (Notrufnummer 112) und Polizei (unter 110) verständigen
• Beweise sichern (Daten von Zeugen aufschreiben, Unfall fotografieren, Unfallsituation mit Kreide aus dem Verbandskasten umreißen)
• Daten der Unfallbeteiligten notieren (Kennzeichen, Name und Anschrift, Name der Kfz-Versicherung sowie die Versicherungsnummer)
Wichtig: Geben Sie kein Schuldanerkenntnis ab. Es ist die Aufgabe Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung, Schadenersatzansprüche gegen Sie zu prüfen.
Die Kfz-Versicherung verständigen
Ist der Unfall aufgenommen, haben Sie als Versicherter die Pflicht, Ihre Kfz-Versicherung umgehend, jedoch spätestens binnen einer Woche, über den Vorfall zu informieren. Haben Sie den Schaden selbst verursacht, kontaktieren Sie die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs und schildern Sie den Vorfall. Ist der eigene Wagen beschädigt und verfügen Sie über eine Kaskoversicherung, benachrichtigen Sie die Gesellschaft ebenfalls über den Schadensfall.
Wurde der Schaden beziehungsweise Unfall jedoch von einem anderen Autofahrer verursacht, müssen Sie sich an dessen Versicherungsgesellschaft wenden und Schadensersatz fordern.
Sind bei einem von Ihnen verursachten Unfall keine weiteren Personen involviert und lediglich Sachschaden (etwa an einem Baum, geparkten Auto oder einer Leitplanke) entstanden, verständigen Sie den Geschädigten (wenn möglich) und die Polizei. Diese nimmt den Schaden und Ihre Personalien auf. Warten Sie am Unfallort, bis die Beamten eintreffen. Ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort kann schnell als strafbare Fahrerflucht gedeutet werden.
Dieses Vorgehen gilt auch bei Tierunfällen. Sichern Sie den Unfallort ab und alarmieren Sie Polizei und den zuständigen Förster, der sich um das angefahrene Tier kümmert. Fassen Sie verletzte Tiere nicht an. Verwundete Tiere können in ihrer Panik leicht auch Sie verletzen und zudem Krankheiten wie Tollwut übertragen.
Besondere Bedingungen bei Elementarschäden, Diebstahl, Vandalismus und Fahrerflucht
Ist Ihr Auto durch versicherte Kaskogefahren in Mitleidenschaft gezogen worden, gelten je nach Schadensauslöser besondere Versicherungsbedingungen.
• Bei Sturmschäden müssen Sie der Teilkaskoversicherung mindestens einen Sturm der Stärke acht nachweisen.
• Es sind nur mittelbare Schäden durch ein Unwetter (etwa durch herabfallende Äste), keine unmittelbaren Unwetterschäden versichert (beispielsweise Beschädigungen am Auto, die durch einen bereits auf der Straße liegenden Baum verursacht wurden).
• Bei einem Hochwasserschaden sollten Sie nie eigenmächtig den Motor starten. Dies kann zu weiteren Schäden führen, die unter Umständen nicht durch die Teilkaskoversicherung gedeckt sind.
• Haben Sie offizielle Hochwasserwarnungen oder offensichtliche Überflutungen ignoriert, kann die Kaskoversicherung von ihrer Leistungspflicht befreit sein.
• Ein Autodiebstahl, -raub oder -einbruch muss der Polizei innerhalb von sieben Tagen nach dem Vorfall wahrheitsgemäß angezeigt werden. Anderenfalls kann die Kaskoversicherung die Haftung ablehnen und zahlt den Schaden nicht.
• Bei Vandalismus oder Fahrerflucht dauert die Regulierung durch die Vollkaskoversicherung in der Regel eine Weile. Der Grund: Die Versicherung leitet erst Schadensersatz, wenn der Fall polizeilich abgeschlossen ist und die Täter nicht ermittelt werden konnten.

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